© 2014 Marie. All rights reserved.

was wohl der fuchs dazu sagt

unbemerkt wie jedes Jahr endet mein notizbuchkalender.

die letzten Worte aus dem alten Jahr scheinen
einer längst vergangenen Zeit zu gehören.
wer nochmal nachlesen möchte, kann das hier.

kurz war ich ein wenig verloren.
in mir und der Zeit.
vielleicht spüre ich zum ersten mal die Auswirkungen
der seit Monaten fehlenden Sonnenstrahlen.
oder es ist das Jetlag des Jahreswechsels.
Ich weiß es nicht.

Da saß ich also. Tagelang.
Wieder allein in meinem Häuschen.
Eine neue Zeit. Ich hatte viel Post verschickt.
Und meine Erlebnisse mit der Weihnachtsente Revue passieren lassen.
Ich fühlte mich wie ein Raubtier. Ich war ein Raubtier.
Wie ein Fuchs. Bei Janosch.
Dabei dachte ich immer, ich sei Kaspar Mütze.
Aber tatsächlich war ich jetzt eher ein Bär,
der seinen Winterschlaf nachholen wollte.

Der Feriebesuch des zweiten M's aus Braunschweig war verflogen.
Die rauschende Welle der Feiertage war verebbt.
Im Supermarkt gab es kein Malt og Appelsin mehr zu kaufen.
Das allseits geliebte Weihnachtsgetränk ist eine Mischung
aus Malzbier und Orangenlimonade.

Meine letzte Dose habe ich mit Matthi aus Bremen geteilt.
Er residiert zur Zeit hier und zeichnet sich eine Ausstellung.
Eine sechs stündige Zeichenrunde und viel Kaffee später
hat er zwei Arbeiten direkt auf mir verewigt,
sodass ich sie immer bei mir haben kann.

Zur Silvestersause mit den dänischen Jungs im Heima Haus
habe ich Melis und mich selber eingeladen.
5 Gänge Menü. Mit endlosem Tischfeuerwerk und
zu vielen Gläsern für die verschiedensten Getränke.
eins:
In Whiskey flambiertes Lammherz als hors d'euvre. So wie die alten Wikinger.
zwei:
Quinoa-Pilz-Loaf an selbstgerechten Kartoffelchips mit einer Sauce Blanche.
drei:
Ein Austausch-Risotto, bei dem jeder Bestandteil im Rezept
aus unbekannten Gründen durch etwas anderes ersetzt werden musste.

Zwischengang:
Spazieren zum Fähranleger. Wo die ganze Stadt sich versammelt.
Abends um 8. Für ein großes Feuer. Um das alte Jahr zu verbrennen.

vier:
Rentierfilet mit Thymian auf Honigzwiebeln,
an Karotten-Süßkartoffel-Muß und Rotkohlsalat.

Zwischengang:
Tanzen im Heima-Kollektiv-Space um die Stereoanlage zu testen.

fünf:
Belinis an rotem Fruchtsorbet.

Formidable!

Dann mussten wir rennen.
Zum Feuerwerk gucken vom Hügel hinter meinem Haus mit einer Traube Nachbarn.

Danach ging es wieder auf die spiegelglatte Straße um Tanzen zu gehen.
Bis morgens um 6.

Ich habe es sehr gut verlebt. Dieses Ende von 2013.

Da ist es auch gar nicht mehr so unverständlich, dass die 14 in einer Flaute beginnt.
Eine gute Freundin hat mir allerdings eine gute Erinnerung zurückgebracht, die ich nun mit euch teilen möchte.
Das war kurz vor meinem Aufbruch Ende März.

Aber seht selbst:

before she ran away from Wolfin'ontheway on Vimeo.

M&M's Seydis_0 M&M's Seydis_1 M&M's Seydis_2 M&M's Seydis_3 M&M's Seydis_4 M&M's Seydis_5 M&M's Seydis_6 M&M's Seydis_8 M&M's Seydis_9 M&M's Seydis_10 M&M's Seydis_11 M&M's Seydis_12 M&M's Seydis_13 M&M's Seydis_14 M&M's Seydis_15 M&M's Seydis_16 M&M's Seydis_17 M&M's Seydis_18 M&M's Seydis_19 M&M's Seydis_21 super_marieall but two pictures by Melis Sivasli

 

2 Comments

  1. Jasmin

    das klingt brutal und gut!
    und all die schönen mädchen. nur du singst nicht mit.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.
Required fields are marked:*

*